Mitarbeiterbindung in Krisenzeiten

Mitarbeiterbindung in Krisenzeiten

Worauf kommt es für Führung in schwierigen Zeiten an? Welche Führungsprinzipien gelten? Wie schaffen es Führungspersonen die Krise als Chance zu nutzen?

Niemand hat geahnt, wie groß die aktuelle Krise ausfallen wird. Was wir aber wissen: Jede Krise ist irgendwann vorbei – und dann brauchen Sie ihre Mitarbeiter.

Auch in dieser Krise gelten die gleichen Prinzipien für Führung in schwierigen Zeiten: Empathie und Berechenbarkeit.

Zunächst, was ist mit Empathie gemeint? Es meint:

  • die Signale, die ich an meine Mitarbeiter sende
  • die Werte, die ich durch meine Handlungen zum Ausdruck bringe
  • als Führungsperson in der Lage zu sein, sich in die private und berufliche Situation des Mitarbeiters hineinversetzen zu können

Konkret auf die aktuelle Krise bezogen: Überlassen Sie es den Mitarbeitern, wie sie ihr Home-office mit Kindern organisieren – so nach dem Motto: „Kümmert euch darum, dass das funktioniert – oder zeigen Sie Verständnis für die herausfordernde Situation? Bieten Sie größtmögliche Flexibilität und Unterstützung an?

Insbesondere in Veränderungsprozessen braucht es nahbare Führung

Studien zeigen, dass Führungspersonen, denen es an Empathie fehlt, in Krisenzeiten in ihrem eigenen Kosmos verschwinden. Sie sind für die Mitarbeiter nicht mehr erreichbar. Doch gerade in Zeiten fundamentaler Veränderung braucht es verständnisvolle und nahbare Führung.

Wer empathisch durch Krisen führt, der erhöht die Mitarbeiterbindung.

In Krisenzeiten wird ein gemeinsames Ziel verfolgt – die Krise möglichst schnell und unbeschadet zu überwinden. Diese Gemeinsamkeit fördert den Teamgedanken „zusammen schaffen wir etwas“. Führungspersonen, denen es gelingt, in schwierigen Zeiten Zuversicht auszustrahlen und Orientierung zu geben, wird es durch die Loyalität der Mitarbeiter gedankt. Als Nebeneffekt erhöht sich die Mitarbeiterbindung an das Unternehmen sowie die Wahrscheinlichkeit, falls notwendig auch die Extrameile zu gehen.

Mitarbeiter brauchen berechenbare Führung

Warum es berechenbare Führung braucht

Aufmerksamkeit richtet sich – nicht nur in Krisenzeiten – von unten nach oben.

Auch hier ist die Studienlage klar: Mitarbeiter beobachten ihren Vorgesetzten in schwierigen Zeiten ganz genau. Sie sind sensibilisiert für Körpersprache und neigen dazu, Verhalten zu deuten. Je größerer die wahrgenommene Bedrohung durch eine Krise ist, desto genauer werden Mitarbeiter die Führungsperson beobachten.

Studien zeigen: Alles was Sie als Führungsperson tun, es die Mitarbeiter aber nicht richtig deuten können, interpretieren diese so, dass ihnen etwas Schlechtes bevorsteht.

Deswegen ist es ganz wichtig klar zu sein, genau zu sagen, was Sie wissen oder auch nicht wissen.

Handeln Sie so, dass kein Interpretationsspielraum bleibt. So wirken Sie der Verunsicherung entgegen.

Regeln und Rituale fördern Vertrauen und Klarheit

Wichtig ist auch, den Mitarbeitern bei jeder Veränderung zu erklären, warum die Maßnahme notwendig ist. Daneben hilft es, neue Regeln und Rituale einzuführen – das fördert ebenfalls ihre Berechenbarkeit und die Klarheit im Team. Außerdem macht es den Alltag für alle Beteiligten planbarer.

Als Schlüsselkompetenz in Krisenzeiten dient eine klare und ehrliche Kommunikation.

Es gilt

  • viel zu erklären
  • auf Fragen zu antworten
  • sich Zeit für die Mitarbeiter zu nehmen – auch wenn viele andere Entscheidungen zu treffen sind.

Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig Haltung zu zeigen, um den Mitarbeitern Halt zu geben.

Wie gut gelingt es Ihnen, empathisch und berechenbar zu führen? Kommen Sie gerne auf mich zu, dann können wir darüber sprechen. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme!